In Deutschland wuchs die Golfbereitschaft. In Hamburg zum Beispiel entstanden fünf oder sechs Golfplätze. In unserer Nachbarschaft regten sich die Interessengemeinschaften. Immer mehr Menschen entdeckten Golf als ihren Wunschsport. Die Gemeinnützigkeit begrenzte die Einnahmen des Vereins. Seine Mittel waren - und sind - immer knapp. Viele kamen zusammen: Die Mitgliedschaft wuchs. Immer mehr wurde des 9-Loch-Platz als Einschränkung erkannt, so schön er auch war.
Die Diskussion um die Erweiterung begann. Die Geländefrage war schwierig. Nach dem Kriege musste die VEBA als Großgrundbesitzer im Zuge der Bodenreform Gelände an die Deutsche Bauernsiedlung in Düsseldorf abtreten. So schaffte die Bauernsiedlung zwei Neusiedlerstellen für die Familie Kaschinski und Rose. Desweiteren konnten die alten Pächter Schmedders, Schulze-Struchtrup, Stein und Wortberg über die Bauernsiedlung Eigentümer werden.
Jenseits der Laupendahler Landstraße hatte die VEBA 160 Morgen an den Bauern Terbeck verpachtet. Die Landstraße war ein großes Problem. Wir wollten daher diesseits bleiben. Die Bauern wollten aber Bauern sein und bleiben. Land zur Verfügung stellen oder gar ganz den Beruf aufgeben, wie vorher der Bauer Rausmann vom Halfenhof, wollte niemand.
So blieb nur das heutige Gelände an der Ruhr, das auch der VEBA gehört und der Übergang dorthin über das Land unseres Nachbarn Kaschinski, der unter anderem mit Gelände des nächsten Nachbarn Wortberg abgefunden werden musste. Auch dort gab es nur Ackerland. Dieses Gelände an der Ruhr war und ist zudem Wassergewinnungsgebiet und unterliegt strengen Vorschriften.
Der Plan der Stadt, dort eine Wassergewinnungsanlage anzulegen, legte unsere Pläne für Jahre auf Eis. Das Verbot der Landstraßenbaubehörde, mit unseren Golfwagen die verkehrsreiche Laupendahler Landstraße zu überqueren, zwang uns, die Brücke zu bauen.
Nach jahrelangen hartnäckigen vielseitigen Verhandlungen wurden die Verträge geschlossen. Unsere Mitglieder ermöglichten den Bau und die Finanzierung der Brücke. Herr Terbeck, bis dahin Pächter des unteren Geländes an der Ruhr, übernahm die Betreuung unserer ganzen Anlage als Platzmeister. Bei allen unseren Bemühungen auch bei den Behörden - fanden wir schließlich Unterstützung.
Der wohlgeplante Platz mit vielfältigen Baumgruppen entwickelte sich dank des fruchtbaren Bodens schnell und gut. Von Jahr zu Jahr nimmt auch dieser Teil des Platzes - wie von Beginn an geplant - mehr Gestalt an. Nach angemessener Zeit wird der neue Teil des Platzes landschaftlich und als Golfspielplatz dem ersten Teil nicht nachstehen.
Eröffnet wurde der zweite Teil unseres Golfplatzes am 3.7.1977 durch Dr. Ronkel mit einem "goldenen" Ball, um den unsere Caddies einen in der Presse beschriebenen Wettlauf veranstalteten.
Finanziell wurde der zweite Teil des Platzes einschließlich der Brücke, wie auch der erste Teil, nur durch Spenden unserer Mitglieder ermöglicht. Das alles war nicht billig!