Der freie, edelgeborene Franke Theganbald, Sohn des Hhrobald und seiner Frau Reginthrud, schenkt als Besitzer von „Uuithi“ dem Bischof von Münster Liudger Land im Ruhrtal (Fischlaken)
und in der folgenden Zeit wird „Uuithi“ in Schenkungsurkunden von Land an die Abtei Werden mehrfach erwähnt. Der Grundbesitz von Oefte kommt so lehnsrechtlich langsam an die Abtei Werden. Oefte wird ein Haupthof mit einer Anzahl Unterhöfen.
wird Oefte mit anderen Höfen immun erklärt; der Vogt darf ihn zu gerichtlichen Zwecken nur betreten, wenn der Abt ihn gerufen hat.
Der Ritter Henricus de Ovethe, Herr zu Oefte und Erbtruchseß des Werdener Abtes, und sein Sohn Engelbert betätigen sich als Raubritter und liegen besonders mit den Kölner Erzbischöfen in Fehde.
Heinrich von Oefte und seine beiden Söhne Heinrich und Eberhard schließen mit den Erzbischöfen von Köln und Trier einen Burgfrieden. Bald darauf aber überfallen sie wieder einen Warenzug Kölner Kaufleute.
fallen Heinrich von Oefte und seine beiden Söhne in Gefangenschaft des Kölner Erzbischofs Friedrich III. Sie kommen nur nach der Verpflichtung zur Zahlung eines jährlichen Lösegeldes frei. Das hindert sie aber nicht, sich weiter als Raubritter zu betätigen. (In dieser Zeit stirbt der Vater Heinrich von Oefte).
stirbt Eberhard von Oefte. Nach einem Bericht soll er bei einem Überfall bei Köln ergriffen und wegen Landfriedensbruch mit seinem Freunde, dem Ritter von Hardenberg, hingerichtet worden sein. Sein Bruder Heinrich sucht später seine Freveltaten durch ein frommes Leben und mildtätige Stiftungen zu sühnen.
wird ein Heinrich von Oefte mit dem auf der anderen Ruhrseite gelegenen Gut Luttelnau belehnt, das seitdem mit Haus Oefte vereint bleibt.
und 1498 wird die Kapelle, die dem hl. Antonius geweiht und neben dem Herrenhaus errichtet worden ist, in Urkunden erwähnt. Sie gehört kirchlich zur Borner Pfarrkirche (St. Clemens) in Werden, wird 1830 renoviert und 1844/45 abgebrochen.
vermählt sich Agnes von Oefte mit Wilhelm von Eller. Da keine männlichen Erben derer von Oefte vorhanden sind, kommt Haus Oefte an diese Familie.
heiratet Gertrud von Eller den Obristen Dietrich Othmar Freiherr von Erwitte, der hier bei Oefte mit einer kaiserlichen Truppenheiheit in Quartier liegt. Er wird Herr auf Haus Oefte.
wird Ferdinand von Erwitte, der einzige Sohn von Dietrich Othmar, Abt von Werden und Helmstedt. Er belehnt seinen Schwager Gottfried Arnold von Dornick mit Haus Oefte.(Eine Sarkophagplatte mit der Gestalt des Ferdinand von Erwitte befindet sich in der Abteikirche in Werden.) Dann ist Haus Oefte kurz im Besitz derer von Winter zu Bromskirchen.
macht ein Freiherr Friedrich Wilhelm von Dalwigk zu Lichtenfels Erbansprüche auf Haus Oefte geltend, die er auf seine Großmutter, eine geborene von Eller zurückführt. Er bezieht einfach Haus Oefte, obwohl ihm der Werdener Abt Benedikt die Belehnung versagt. 1738 werden dem Abt zwar sämtliche Güter von der Oefte zugesprochen, aber die Prozessakten bleiben Jahrzehnte beim Reichskammergericht in Wetzlar liegen.
heiratet die einzige Tochter Eberhardine Franciska von Dalwigk den Freiherrn Ernst von Vincke auf Ostenwalde.
Stirbt Freifrau Eberhardine Franciska noch vor ihrem Vater. So kommt u.a. Haus Oefte als Erbe an ihre Tochter Charlotte Freiin von Vincke.
heiratet Charlotte von Vincke den Reichsgrafen Werner von der Schulenburg-Wolfsburg und bringt diesem u.a. Oefte als Erbe ein.
wird das jetzige Haus erbaut, nachdem das alte Haus, aus dem 13. Jahrhundert stammend umgebaut wurde. Im nordwestlichen Teil sind noch Reste aus diesem Jahrhundert zu erkennen.
stirbt Werner Graf von der Schulenburg. Das Erbe wird auf seine drei Söhne aufgeteilt, wobei der jüngste Sohn Graf Ernst, Oefte erhält. Er heiratet 1863 Melanie von Helldorf.
wird der Mittelturm des Hauses erhöht und mit einem Zinnenkranz versehen. Später erhält das Haus die noch heute vorhandenen Treppengiebel und Ecktürmchen an der Westseite.
verkaufen die von der Schulenburg Haus Oefte an das Industrieunternehmen Scholven-Chemie AG.
wird in Haus Oefte das Mutterhaus der Schwesternschaft des DRK untergebracht.

wird der Essener Golfclub Haus Oefte e.V. gegründet, Haus Oefte wieder hergerichtet, zum Clubhaus gestaltet und die ersten 9 Löcher gebaut.
... der erste Vorstand und der Kreis der Gründungsmitglieder.
Neugestaltung des Clubhauses.